Jetzt ist es amtlich: Mein Mann bleibt noch eine Woche länger in der Reha-Klinik. Somit bleibt er insgesamt vier Wochen weg. Ihm tut es gut - mit geht es gut - also spricht nichts dageben. Vielleicht bekomme ich ja doch noch was von meiner To-Do-Liste erledigt.
Zum Beispiel einen gemütlichen Mädels-Abend mit Cocktails. Das kriegen wir terminlich doch wohl hin, oder Mädels?
Vielleicht schmeiße ich auch noch ein wenig Farbe an die Wände. Nur doof, das die PC-Arbeit so schleppend vorwärts geht. Aber Rechnungen für Juli (der ja bald schon vorbei ist) und die Buchhaltung für den Steuerberater sind endlich fertig. Es geht also vorwärts.
Vorwärts geht es auch bei meiner Schwester. Heute bekommt sie die letzte der sechs Chemos. Die Haare sind alle weg (auch Augenbrauen und Wimpern), die Fingernägel sind brüchig, die Fußnägel braun verfärbt, meine Schwester nur noch Haut und Knochen. Da sie sowieso schon immer sehr schlank war, fehlten da die Reserven. Nach der Chemo sollen 30 Bestrahlungen folgen, bevor meine Schwester dann die Kur antreten kann. Hoffentlich nützt die ganze Chemie was, um den Krebs zu besiegen. Man ist so machtlos!
Posts mit dem Label Krebs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krebs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 28. Juli 2011
Donnerstag, 24. März 2011
Privat-Lazarett
Liebe Blog-Leser,
hier ein kurzer Zwischenbericht aus dem privaten Heim-Lazarett. Wirtschaftlich gesehen läuft es gut: Die Patienten mehren sich.
Mein Mann ist mit seinem Bandscheibenvorfall jetzt noch weitere zwei Wochen (7. und 8. Woche) krankgeschrieben. Wir haben aber immer noch die Hoffnung, dass es ohne Operation wieder besser wird. Dafür erhält er jetzt bald Krankengymnastik.
Meine Schwiegermutter hat ihre kleine OP zum Glück gut überstanden. Ihr wurden die Nasennebenhöhlen erweitert, die immer total verschleimt waren.
Mehr Sorgen macht mir meine Schwester (48 Jahre). Ihr wurde ein Knoten aus der Brust operiert. Leider bösartig. Es stehen nun Bestrahlungen, Chemotherapie und Kur an.
Zu unseren Patienten ist heute leider noch einer hinzugekommen. Auf dem Weg zum Schulbus ist die Jüngste heute Morgen mit dem Fuß umgeschlagen und hat sich das Sprunggelenk gebrochen. Zum Glück musste nicht operiert werden und so trägt sie nun einen schicken Gips bis hoch zum Knie.
Wie ihr seht, läuft es nicht so ganz rund bei uns. Zum Ausgleich gehe ich mittwochs wieder zum Yoga und ich habe auch gerade meine jährliche Fastenwoche hinter mir. Einer muss ja in der Familie gesund bleiben und die anderen betüddeln. :-)
Viele liebe Grüße aus dem Privat-Lazarett sendet euch,
Heike
hier ein kurzer Zwischenbericht aus dem privaten Heim-Lazarett. Wirtschaftlich gesehen läuft es gut: Die Patienten mehren sich.
Mein Mann ist mit seinem Bandscheibenvorfall jetzt noch weitere zwei Wochen (7. und 8. Woche) krankgeschrieben. Wir haben aber immer noch die Hoffnung, dass es ohne Operation wieder besser wird. Dafür erhält er jetzt bald Krankengymnastik.
Meine Schwiegermutter hat ihre kleine OP zum Glück gut überstanden. Ihr wurden die Nasennebenhöhlen erweitert, die immer total verschleimt waren.
Mehr Sorgen macht mir meine Schwester (48 Jahre). Ihr wurde ein Knoten aus der Brust operiert. Leider bösartig. Es stehen nun Bestrahlungen, Chemotherapie und Kur an.
Zu unseren Patienten ist heute leider noch einer hinzugekommen. Auf dem Weg zum Schulbus ist die Jüngste heute Morgen mit dem Fuß umgeschlagen und hat sich das Sprunggelenk gebrochen. Zum Glück musste nicht operiert werden und so trägt sie nun einen schicken Gips bis hoch zum Knie.
Wie ihr seht, läuft es nicht so ganz rund bei uns. Zum Ausgleich gehe ich mittwochs wieder zum Yoga und ich habe auch gerade meine jährliche Fastenwoche hinter mir. Einer muss ja in der Familie gesund bleiben und die anderen betüddeln. :-)
Viele liebe Grüße aus dem Privat-Lazarett sendet euch,
Heike
Labels:
Bandscheibenvorfall,
Knochenbruch,
Krebs,
Lazarett
Montag, 11. Januar 2010
Artztermine
ENDLICH...geht meine Mutter heute nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zum Arzt. Sie hat nämlich wenige Tage nach der Operation bzw. nach der Entlassung aus dem Krankenhaus Schmerzen bekommen. Außerdem hörten die Blutungen nicht auf. Aber die Frauenärztin hatte ja Urlaub und meine Mutter hielt es nicht für nötig woanders hinzugehen. Letzte Woche Montag machte sie dann einen Termin - für diesen Montag. Also nochmal eine Woche warten. Ich finde es unverantwortlich! Gerade die Nachuntersuchung nach so einem großen Eingriff darf man doch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schon gar nicht, wenn man Schmerzen bekommt, die vorher nicht da waren. Schon gar nicht, wenn man Krebs hatte. Ich könnte mich echt darüber aufregen! Aber heute ist es ja soweit. Ich bin gespannt.
Ich bekomme in zwei Stunden meinen ersten Weisheitszahn gezogen. Für den ist in meinem Mund nicht wirklich Platz - sagt mein Zahnarzt. Mich hat er bisher nicht gestört. Na ja - man muss ja Vertrauen haben. Ich bin schon ziemlich nervös, denn beim letzten Mal war so eine Extraktion trotz Betäubung äußerst schwer und schmerzhaft. Und das war nicht mal ein Weisheitszahn!!!
Ich bekomme in zwei Stunden meinen ersten Weisheitszahn gezogen. Für den ist in meinem Mund nicht wirklich Platz - sagt mein Zahnarzt. Mich hat er bisher nicht gestört. Na ja - man muss ja Vertrauen haben. Ich bin schon ziemlich nervös, denn beim letzten Mal war so eine Extraktion trotz Betäubung äußerst schwer und schmerzhaft. Und das war nicht mal ein Weisheitszahn!!!
Montag, 14. Dezember 2009
Überstanden
Nach einer fünfstündigen OP und drei Tage Intensivstation hat meine Mutter den Eingriff gut überstanden. Ich habe mir schon die größten Sorgen gemacht, da die Operation so lange dauerte. Aber das ist wohl normal, wie der Arzt sagte, da alles endoskopisch entfernt wurde: Die Gebärmutter durch die Scheide und vorsorglich auch die Eiertöcke und die Lymphknoten in den Leisten. Gott sei Dank wurde bei der OP auch kein weiterer Befall festgestellt. Somit müsste alles raus sein, was dort nicht hingehörte. Aufgrund einer Schmerztherapie über das Rückenmark blieb meine Mutter zur Überwachung auf der Intensivstation.
Sorgen habe ich mir auch um meinen Vater gemacht. Er zeigt seine Gefühle nicht und wirkt daher ehr kalt und teilnahmslos. Aber ich (und meine Mutter) wissen, wie es in ihm aussieht. Als meine Mutter einmal später nach Hause kam, lief er wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung und immer wieder zum Fenster, weil er sich so Sorgen macht. Die zwei lieben sich auch noch nach 49 Jahren. Ich befürchte, mein Vater kann ohne meine Mutter nicht leben.
Heute wird sie zurück auf Station verlegt und "feiert" ihren 69 Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch liebe Mama!!! Bitte werde schnell und bleibe noch lange gesund, denn wir brauchen und lieben dich!!!
Sorgen habe ich mir auch um meinen Vater gemacht. Er zeigt seine Gefühle nicht und wirkt daher ehr kalt und teilnahmslos. Aber ich (und meine Mutter) wissen, wie es in ihm aussieht. Als meine Mutter einmal später nach Hause kam, lief er wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung und immer wieder zum Fenster, weil er sich so Sorgen macht. Die zwei lieben sich auch noch nach 49 Jahren. Ich befürchte, mein Vater kann ohne meine Mutter nicht leben.
Heute wird sie zurück auf Station verlegt und "feiert" ihren 69 Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch liebe Mama!!! Bitte werde schnell und bleibe noch lange gesund, denn wir brauchen und lieben dich!!!
Freitag, 11. Dezember 2009
Hilflos
![]() Ich zünde (nicht nur virtuell) eine Kerze an, denn in einer halben Stunde wird meine Mutter operiert. Sie hat sehr schnell einen OP-Termin bekommen, nachdem man letzte Woche bei ihr Gebärmutterkrebs diagnostiziert hat. Man ist so hilflos und kann nur auf Gott und die Ärzte vertrauen und hoffen, dass alles gut geht und alles bösartige entfernt werden kann. Ein beängstigendes Gefühl... |
Abonnieren
Posts (Atom)
