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Dienstag, 19. Januar 2010

Heilpraktiken

Es ist wirklich schade, dass ich weder weiß wie die Heilpraktikerin das Energiefeld gemessen hat, noch welche Gifte meine Tochter im Körper hat. Aber, liebe Niesi, du hast absolut nichts "falsches" geschrieben. Ich hatte nur gedacht - nein - ich hatte gehofft - dass du als "Medizintante" schreibst: "Ja, das funktioniert. Das habe ich in meiner Ausbildung auch so gelernt". Irgendwie hätte mich das beruhigt. (Natürlich sollst du sowas nicht schreiben, wenn's nicht stimmt! :-))

Die Heilpraktikerin sagte zu meiner Tochter: "Das werden drei harte Monate, in denen dein Körper entgiftet." Und zur Zeit ist es tatsächlich so. Meine Tochter ist naß geschwitzt obwohl sie friert und sie hat wieder verstärkt Durchfall bekommen. Sie fühlt sich schlecht, krank und traurig. Vielleicht sind das Auswirkungen der Globulis, vielleicht wird sie aber auch richtig krank. Ich kann das nicht mehr unterscheiden und muss sie jeden Morgen überreden in die Schule zu gehen.

Also wenn jemand bereits Erfolg (oder auch Mißerfolg) mit solch einer Behandlung hatte, würde ich mich über einen Kommentar freuen. Das Warten und Hoffen auf Besserung ist schon nach einer Woche schwierig.

Freitag, 15. Januar 2010

Man muss (nicht mal) dran glauben

Gestern war ich endlich mit der jüngsten Tochter bei einer Heilpraktikerin. Seit gut zwei Jahren leidet sie unter häufiger Übelkeit, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Haarausfall, Müdigkeit, Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen. Nach vielen Blutuntersuchungen, einer Untersuchung der Schilddrüse und sogar einer Magenspiegelung habe ich nun den Rat einer Freundin angenommen und einen Termin gemacht.

Die Heilpraktikerin hat uns sehr nett empfangen. Sie ist eine kleine, zierliche, sympathische Frau. Sie führte uns in ihrem Wohnhaus in einen kleinen Raum mit einer Liege, einem Schreibtisch, zwei Stühlen und einer Salzstein-Lampe. Vorab haben wir ihr eine Haarprobe meiner Tochter zugesandt.

Diese Probe wurde von ihr nicht unter dem Mikroskop, sondern auf das Energiefeld hin untersucht. (Ich will gar nicht wissen ob sie ein Radionik-Gerät hat oder das Energiefeld gar auspendelt!) Sie meinte, meine Tochter wäre ein sehr interessanter Fall. Sie hätte nicht zu wenig im Körper, sondern zu viel: Nämlich drei Giftstoffe, die den Körper irritieren, die Beschwerden verursachen und die er alleine nicht loswerden kann.

Zur Entgiftung erhielten wir Globulis, aus denen wir mit Alkohol und Wasser eine Lösung angesetzt haben. Die muss sie dreimal täglich nehmen - drei Monate lang.

Leider konnte die Dame die Giftstoffe nicht benennen. "Wir nehmen täglich über den Mund, die Nase und der Haut über 2000 Giftstoffe auf", sagte sie. Daher sei es schwer, jeden einzelnen Giftstoff herauszufinden. Aber sie wisse, was dagegen hilft.

Die Globulis dürfen übrigens keinen Strahlungen von Handy, Mikrowelle etc. ausgesetzt werden, weil sie sonst ihre Wirkung verlieren. Ebenso darf die "Medizin" nicht mit Metall in Verbindung kommen. Also mussten wir auf der Rückfahrt das Handy schon mal aussschalten. Zu Hause dann einen Platz zu finden, wo keine elektrischen Geräte in der Nähe sind, war noch schwieriger.

Meine Tochter und ich haben auf der Rückfahrt lange über den Sinn und Unsinn dieser Behandlung geredet. Aber wenn einem sonst niemand helfen kann, ist es doch einen Versuch wert. Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich und werde natürlich berichten.