Mein Mann und das liebe Essen - eine Geschichte für sich.
Es gibt leider viele Dinge, die mein Mann nicht mag. Seit der Kur ist das noch viel schlimmer geworden. Seit dem sind alle Speisen, die in irgendeiner Form Fett enthalten, verpönt. Sobald ein Löffel Schmand dem Gericht hinzugefügt wird, wird es konsequent verschmäht. Auch Fleisch ist nicht sein Ding. Ganz besonders schimpft er auf Hackfleisch. Spaghetti Bolognese isst er jedoch.
Das ist nur einer der vielen Widersprüche. Heute frug ich, ob er denn zum Mittag mit uns Cordon Bleu essen möchte. Schon bei der zweiten Nachfrage bekam ich eine lautere Antwort: "Nein, du musst nicht achtmal fragen!"
Nachdem Töchterlein und ich fertig mit dem Essen waren, ging mein Mann in die Küche (wohl aufgrund des leckeren Geruchs) und verspeiste ein ganzes Cordon Bleu nebst restlicher Pommes.
Es ist ja keineswegs falsch, auf fettige Speise zu verzichten, wenn er denn statt dessen Gesundes zu sich nehmen würde. Aber auch Chinakohl, Kohlrabi, Brokkoli, gekochte Möhren, Pilze, etc. werden verschmäht.
Ich bin an einem Punkt angelagt, wo mir das alles zu viel wird und so habe ich aufgehört Rücksicht darauf zu nehmen. Soll er sich doch statt dessen seine geliebten Käsebrötchen schmieren, Baby-Griesbrei einrühren oder Asia-Nudelsnack mit kochendem Wasser übergießen. Wenn er meint, das sei gesünder - bitteschön!
Peinlich war es am Heiligabend. Wir saßen beim gemütlichen Raclette-Essen. Meine Schwiegermutter füllte ihren Teller und die älteste Tochter frug, ob sie noch was von den Gürkchen haben möchte. Darauf mein Mann zu seiner Mutter mit Blick auf den (keinesweg überfüllten) Teller: "Jetzt ist erst mal gut. Iss erst mal den Teller leer."
Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken. Meine Schwiegermutter ist weder gierig, noch dement und weiß mit Sicherheit selbst, was und wieviel sie essen möchte.
Am ersten Weihnachtsfeiertag gab es einen gemeinsamen Spieleabend mit unseren (mittlerweile erwachsenen) Kindern. An dem neuen Spiel war mein Mann allerdings nicht interessiert. Satt dessen setzte er sich an den PC und spielte Online-Poker. Später ging er ins Wohnzimmer, schaltete den Fernseher an und schlief auf dem Sofa ein.
Er schließt sich mit seinem Verhalten selbst vom Familienleben aus. Und das sogar zu Weihnachten. Es ist einfach nur traurig!
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Mittwoch, 28. Dezember 2011
Dienstag, 28. Dezember 2010
Verkorkst
Man gibt sich viel Mühe bei den Vorbereitungen für Weihnachten, richtet alles gemütlich her, kocht, backt, putzt, dekoriert, packt liebevoll Geschenke ein, legt weihnachtliche Musik auf - und dann passieren Dinge, die alles kaputt machen.
Ziemlich verkorkst lief unser Weihnachten ab, da einige Sachen "schief liefen", die die Harmonie erheblich störten.
Es fing am Kaffeetisch an, als die Kinder sich urplötzlich in die Wolle bekamen. Mein Mann fing an sehr laut zu werden, meine Schwiegermutter mischte sich lautstark ein und die Stimmung war total kaputt. Die Jüngste lief heulend in ihr Zimmer, schloss sich ein und weigerte sich auch nur ein Geschenk auszupacken. So fand die Bescherung erst einmal ohne sie statt.
Am Abend gab es die obligatorische Ente mit Rotkohl und Klöße. Um Stress aus dem Tag zu nehmen, griff ich diesmal erstmals auf eine vorgebackene und mit Backpflaumen und Aprikosen im Backteig gefüllten Ente unseres beliebten und qualitativ hochwertigen Fleischmarktes am Ort zurück. Das Fazit: Die Ente geschmacklos, der Inhalt einfach nur ekelig. Es roch nach Bahnhofstoilette und ich vermutete, dass zumindest die Füllung kurz vor dem Verderben stand.
Um weiteren Stress aus dem Heiligen Abend zu nehmen beschlossen wir im Vorfeld nicht nachmittags in die Kirche zu gehen, sondern die Christmette zu besuchen. Bereits beim Abendessen verkündete mein Mann, dass er nun keine Lust mehr auf Kirche hätte. Auch meine Schwiegermutter war müde und wollte lieber nach Hause. So fuhren mein Mann und die Jüngste die Oma nach Hause und ich ging mit der Ältesten in die Kirche. (Die Mittlere war mit ihrem Freund nur zum Kaffee bei uns und zum Abendessen bei den Eltern ihres Freundes eingeladen.)
Warum ich den festlichen Rock angelassen habe, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich wollte ich einfach nur schnell von zu Hause weg. Auf jeden Fall saßen wir in der Kirche irgendwie ungünstig im Zug und mir wurde unangenehm kalt. Die Predigt war (meiner Meinung nach) sehr unpersönlich und lang. (Es ging um die ansteigende Zahl der Kirchenaustritte in diesem Jahr.) An Weihrauch wurde ebenfalls nicht gespart. Nur die Lieder des Kirchenchors und das abschließende "Stille Nacht - heilige Nacht" bei Kerzenschein ließen die bis dahin vermisste Weihnachtsstimmung aufkommen.
Am zweiten Weihnachtstag dann das nächste Negativ-Event. Aber davon berichte ich erst beim nächsten Mal....
Ziemlich verkorkst lief unser Weihnachten ab, da einige Sachen "schief liefen", die die Harmonie erheblich störten.
Es fing am Kaffeetisch an, als die Kinder sich urplötzlich in die Wolle bekamen. Mein Mann fing an sehr laut zu werden, meine Schwiegermutter mischte sich lautstark ein und die Stimmung war total kaputt. Die Jüngste lief heulend in ihr Zimmer, schloss sich ein und weigerte sich auch nur ein Geschenk auszupacken. So fand die Bescherung erst einmal ohne sie statt.
Am Abend gab es die obligatorische Ente mit Rotkohl und Klöße. Um Stress aus dem Tag zu nehmen, griff ich diesmal erstmals auf eine vorgebackene und mit Backpflaumen und Aprikosen im Backteig gefüllten Ente unseres beliebten und qualitativ hochwertigen Fleischmarktes am Ort zurück. Das Fazit: Die Ente geschmacklos, der Inhalt einfach nur ekelig. Es roch nach Bahnhofstoilette und ich vermutete, dass zumindest die Füllung kurz vor dem Verderben stand.
Um weiteren Stress aus dem Heiligen Abend zu nehmen beschlossen wir im Vorfeld nicht nachmittags in die Kirche zu gehen, sondern die Christmette zu besuchen. Bereits beim Abendessen verkündete mein Mann, dass er nun keine Lust mehr auf Kirche hätte. Auch meine Schwiegermutter war müde und wollte lieber nach Hause. So fuhren mein Mann und die Jüngste die Oma nach Hause und ich ging mit der Ältesten in die Kirche. (Die Mittlere war mit ihrem Freund nur zum Kaffee bei uns und zum Abendessen bei den Eltern ihres Freundes eingeladen.)
Warum ich den festlichen Rock angelassen habe, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich wollte ich einfach nur schnell von zu Hause weg. Auf jeden Fall saßen wir in der Kirche irgendwie ungünstig im Zug und mir wurde unangenehm kalt. Die Predigt war (meiner Meinung nach) sehr unpersönlich und lang. (Es ging um die ansteigende Zahl der Kirchenaustritte in diesem Jahr.) An Weihrauch wurde ebenfalls nicht gespart. Nur die Lieder des Kirchenchors und das abschließende "Stille Nacht - heilige Nacht" bei Kerzenschein ließen die bis dahin vermisste Weihnachtsstimmung aufkommen.
Am zweiten Weihnachtstag dann das nächste Negativ-Event. Aber davon berichte ich erst beim nächsten Mal....
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